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Laufgruppe

laufgruppe@tus-joellenbeck.de


Laufen
Runter von der Couch, weg vom Fernseher und rein ins Vergnügen. Bewegung ist angesagt. Laufen ist leicht und macht Spaß. Man sollte jedoch wissen, wie es richtig geht. Nur dann kommt man unverletzt über die Runden. Mediziner und Sportwissenschaftler sind übereinstimmend der Meinung, dass die Ausdauerleistung gesundheitlich am bedeutendsten ist. Außerdem kann sie bis ins hohe Alter trainiert werden. Alle Sportarten, bei denen mehr als ein Sechstel der Muskulatur über einen gewissen Zeitraum (mindestens 15 min) unter aerober Energiegewinnung (mit Sauerstoffüberschuss) bewegt wird, verbessern die Ausdauerleistung.
  • Herz/Kreislauf: Das Herz wird stärker und bringt mehr Leistung. Da der Ruhepuls und der Blutdruck sinken, kann sich das Herz besser erholen und lebt somit länger: Die schlechten Blutfette (LDL-Cholesterin verursacht Arterienverkalkung) werden reduziert. Das gute HDL-Cholesterin (dieses schützt vor Gefäßverkalkung) wird erhöht.

    Gehirn/Gedächtnis: Durch die bessere Durchblutung wird das Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt. Die Verknüpfung der Gehirnzellen nimmt zu. Konzentration und Leistungsfähigkeit unseres Denkzentrums werden erhöht. Lernfähigkeit und Kreativität werden ausgebaut.

    Attraktivität: Fettgewebe wird zu Muskelgewebe umgewandelt. Der Körper formt sich straffer. Die äußere Gesichtshaut wird besser durchblutet. Das Gefühl, etwas getan zu haben, bewirkt eine positive Ausstrahlung.

    Immunsystem: Laufen - wie alle Ausdauersportarten - kann nachweislich die Immunabwehr stärken. Aber Achtung: Wenn Sie zuviel trainieren, kann die Abwehr auch geschwächt werden.

    Gewicht: Beim längeren, nicht zu schnellen Laufen (ab ca. 40 Minuten mit Sauerstoffüberschuss) baut der Körper Fettdepots langsam ab. Außerdem haben Jogger und Walker nicht mehr soviel Hunger.

    Diabetes: Die Bauchspeicheldrüse muss nicht mehr soviel von dem Dickmacherhormon Insulin produzieren. Ein erhöhter Blutzucker (Diabetes) wird günstig beeinflusst.

    Sozialkontakte: Durch Verbindung und Kommunikation mit anderen Menschen unterschiedlichster Herkunft und jeder Altersklasse erhöht sich das Wohlbefinden und die soziale Gesundheit.

    Tipps zum Richtigen Laufen

  • Laufen Sie ihren Körper ein. Setzen Sie Ihre Ziele nicht zu hoch. Beachten Sie das Allmählichkeitsprinzip.
  • Wählen Sie für Ihre ersten Trainingseinheiten eine ebene Strecke.
  • Laufen Sie in der Gruppe. Planen Sie Ihren Lauf in Ihr Tagesprogramm ein. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.
  • Laufen Sie nie mit vollem Magen. Drei Stunden vor dem Training sollten Sie den Magen nicht mehr belasten.
  • Laufen und Trinken gehören zusammen, gleichen Sie Ihren Flüssigkeitsverlust nach dem Laufen aus. Leichter Muskelkater ist ganz normal und Zeichen eines Anpassungsprozess


Allmählichkeitsprinzip:

Entscheidend ist der sanfte Einstieg mit einem langsamen Tempo. Solange man sich fließend unterhalten und dabei noch lächeln kann läuft man richtig.

Atmung:

Beim Laufen spielt eine kontrollierte Atemtechnik keine Rolle. Der eigene Atemrhythmus bildet sich ganz automatisch. Wichtig dabei ist, dass man nicht aus der Puste kommt.

Das Geheimnis des langsamen Laufens:

Wer zu schnell läuft, erzeugt eine Sauerstoffschuld, läuft im anaeroben Bereich. Die Milchsäure (Laktat) im Blut steigt an, der Organismus wird sauer. Man läuft sich "in den Keller". Genau das ist falsch. Der Puls darf nicht rasen. Die Belastungsintensität sollte im mittleren Bereich- im steady state- liegen. Sauerstoffverbrauch und -aufnahme halten sich die Waage.

Laufen und Fett verbrennen:

Zuviel Laktat im Blut führt zu einer Sauerstoffschuld in der Muskulatur. Laktatwerte über 4 Millimol pro Liter im Blut bewirken, dass mangels Sauerstoff nur wenige Kohlenhydrate verbrannt werden. Körperfette werden dabei nicht angerührt. Der Muskel verbrennt die im Körper nahezu unbegrenzt vorhandenen Fettvorräte (ca. 50.000 kcal) nur im Sauerstoffüberschuss. Ohne diesen Überschuss werden nur Kohlenhydratreserven (ca. 1500 kcal) verbrannt. Fazit: Zu schnelles Laufen erzeugt hohe Laktatwerte, die die Fettverbrennung verhindern.

 

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Letzte Änderung 16.10.2012 um 21:40 Uhr von Carsten Scholz © 2001-2013 by TuS Jöllenbeck