»Weltklasse 2016«: Premiere für Anderlecht und Benfica

Bielefeld. Mit großer Spannung und Vorfreude blicken zwei Vereine ihrer Premiere bei »Weltklasse 2016« entgegen, deren Namen im Herrenfußball nach viel Tradition klingen. Der RSC Anderlecht und Benfica Lissabon heißen die beiden, die das internationale Teilnehmerfeld des 36. Frauen-Hallenfußball-Turniers um den Pokal der Sparkasse Bielefeld am 16. und 17. Januar kom-plettieren.

Logo AnderlechtLogo BenficaDabei ist der RSC Anderlecht eigentlich nur dem Namen nach Debütant. 1991, also vor genau 25 Jahren, war dessen Vorgängerverein, Brussel ’71, einmal in Jöllenbeck, belegte den vierten Rang. Anderlecht ist der aktuelle Tabellenführer der belgischen Super League und hat laut Sportdirektor Stéphane Steeman ein klares Ziel:

»Wir wollen Meister werden und in die Champions League.« Im Kader befinden sich etliche belgische Nationalspielerinnen, da-runter die in Deutschland und Ostwestfalen bestens bekannte Heleen Jaques, einst für den Herforder SV und Turbine Potsdam im Einsatz, und dazu die französische Torjägerin Pauline Crammer.

Meister und Champions League-Teilnahme, das hat Benfica Lissabon in die-sem Jahr bereits geschafft. Zum ersten Mal. Und oben drauf gewann die Mannschaft auch noch den portugiesischen Pokalwettbewerb. »Wir sind sehr gespannt«, sagt Trainer Pedro Bouças, dessen Mannschaft zum ersten Mal an solch einem Hallenturnier teilnimmt, angesichts der hochklassigen Gegner. Acht portugiesische Nationalspielerinnen befinden sich in seinem Team. In der Champions League-Qualifikation bezwangen die Portugiesinnen die Meister aus Kroatien und Moldawien, ehe sie dem serbischen Meister Spartak Suboti-ca knapp mit 1:2 unterlagen. Subotica, das in der Runde darauf gegen den VfL Wolfsburg zu Hause ein 0:0 schaffte. Benfica Lissabon ist übrigens nicht derselbe Verein, der hierzulande im Herrenfußball genauso genannt wird, son-dern ein zweiter Traditionsverein aus demselben Ortsteil der Hauptstadt.
»Wir sind auch genauso gespannt auf diese beiden Mannschaften«, sagt Ge-schäftsführer Markus Baumann vom gastgebenden TuS Jöllenbeck, »aber genau das macht ja auch immer wieder den Reiz aus, dass wir neben alten Bekannten, die wir immer gerne wiedersehen, auch immer wieder etwas Ab-wechslung und neuen Schwung in das Teilnehmerfeld bringen.« Gerade Por-tugal war als Teilnehmerland aufgrund der dort nicht existierenden Winterpau-se bislang organisatorisch nicht möglich gewesen. In diesem Jahr nutzen die Jöllenbecker Organisatoren eine Lücke im Spielplan der Liga.
Mehr Infos über das Turnier, zur Geschichte und dazu jede Menge Videos der letzten Jahre gibt es unter www.frauenturnier.com.