»Weltklasse 2016«: Frühe Chance zur Revanche

Spielplan 2016 90Bielefeld. Schon in der Vorrunde von »Weltklasse 2016«, dem 36. Frauen-Hallenfußball-Turnier des TuS Jöllenbeck um den Pokal der Sparkasse Bielefeld, kommt es zu einer Neuauflage der Halbfinals vom Vorjahr. Laut Gruppenauslosung hat es Titelverteidiger Bayer Leverkusen am 16. und 17. Januar erneut mit dem späteren Dritten Turbine Potsdam zu tun, Finalist SGS Essen mit dem Vorjahresvierten Fortuna Hjørring aus Dänemark. Weil wie gewohnt mit Hin- und Rückrunde gespielt wird, heißt: Eine doppelte Chance zur Revanche für Turbine und Fortuna.

Den Auftakt des Turniers bestreitet traditionell der Titelverteidiger, gleichzeitig Deutschlands bestes Hallenteam 2015. Bayer Leverkusen hat es am Samstag, dem 16. Januar, um Punkt 14 Uhr mit dem tschechischen Vizemeister Sparta Prag zu tun. Ein Duell, das es übrigens noch nie gegeben hat. Im Vorjahr belegte Sparta in der Vorrunde den dritten Platz in der Gruppe hinter Turbine Potsdam und Fortuna Hjørring und verpasste damit den Einzug ins Halbfinale. Und dadurch auch ein Aufeinandertreffen mit Leverkusen, das 2015 seine Premiere in der Jöllenbecker Realschul-Sporthalle feierte.
Eine Chance zur Revanche bietet sich den Tschechinnen aber in einem anderen Gruppenspiel - gegen Turbine Potsdam. Im vergangenen Jahr endete dieses Duell mit zwei Niederlagen, 0:3 und 0:1. Vierter Verein in der Gruppe 1 ist ein Turnierneuling, und zwar der aktuelle Meister und Pokalsieger aus Portugal, Benfica Lissabon. Ein Team, das nur schwer einzuschätzen ist, aber sicher alles geben wird, um sich und sein Land, das zum ersten Mal beim »Weltklasse«-Turnier in Erscheinung tritt, auf höchstmöglichem Niveau zu repräsentieren. Und, nicht zu vergessen: Benfica ist der einzige Klub der Gruppe, der in dieser Saison im Champions League-Einsatz war.
Kopf der Gruppe 2 ist Vorjahresfinalist SGS Essen, der im Vorjahr im gesamten Turnier nur ein einziges Spiel verlor - ausgerechnet das Finale. Fünf Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage standen am Ende zu Buche - übrigens genau die gleiche Bilanz wie Bayer Leverkusen. In diesem Jahr haben es die Essenerinnen neben dem dänischen Champions League-Team von Fortuna Hjørring mit dem aktuellen belgischen Spitzenreiter RSC Anderlecht zu tun, der sich anschickt, Serienmeister Standard de Liège abzulösen.
Ein halber Neuling, dessen Stammverein D’71 Brussels vor 25 Jahren schon einmal Jöllenbecker Winterluft schnappte. Ein völliger Neuling ist dagegen das vierte Team der Gruppe 2, Bundesligist SV Werder Bremen. Eine Mannschaft, die im Sommer erstmals in die höchste deutsche Spielklasse aufstieg und sich im DFB-Pokal dem Meister Bayern München erst in der Verlängerung geschlagen geben musste.
»Aus meiner Sicht sehr ausgeglichene Gruppen«, sagt Turnierleiter Markus Baumann vom TuS Jöllenbeck, »wobei es mir schwerfällt, unsere drei Neulinge Anderlecht, Benfica und Werder Bremen in der Halle richtig einzuschätzen. Aber die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass Neulinge, selbst wenn sie anfangs noch Gewöhnungsschwierigkeiten hatten, noch zu absoluten Publikumslieblingen wurden.« Und nicht zu vergessen Debütanten wie einst die Schwedinnen von Djurgården/Älvsjö (2004) oder, ganz aktuell, Bayer Leverkusen, die jeweils kamen, sahen und - sofort das gesamte Turnier gewannen. Für jede Menge Spannung ist also gesorgt.

Die Vorverkaufskarten gibt es dort, wo es andere Informationen über das Turnier, seine Geschichte und jede Menge Videos gibt, nämlich unter: www.frauenturnier.com.